Jahresbericht |
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Jugendsozialarbeit
an
der Volksschule Welden
Schuljahr
2005 / 2006
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Ganghoferstraße
12
86465
Welden
Tel. 08293 / 90 94 72
Fax 08293 / 90 94 74
in Trägerschaft der
Katholischen Jugendfürsorge Augsburg e.V.


| Jugendsozialarbeiterin: | Diplom Sozialpädagogin (FH) Christina Fischer |
| Koordination: | Rüdiger
von Petersdorff Bereichsleiter „Ambulante und Teilstationäre Hilfen“ KinderZentrum Augsburg |
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Mit unserem Jahresbericht dokumentieren wir die Arbeitsschwerpunkte von Jugendsozialarbeit und, unter anderem auch, die Effektivität der Jugendsozialarbeiterin an der Volksschule Welden.
Die
Zielsetzung von Jugendsozialarbeit ist es benachteiligte und schwierige
Schüler und Schülerinnen bei der Integration zu unterstützen. Zur
Zielerreichung setzt sich die Sozialpädagogin, Frau Fischer, besonders
bei Problemen in der Klasse / Schule, in der Familie und „Peer-Group"
bei der Lehrstellensuche und dem Übergang in den Beruf sowie bei
individuellen Lebensproblemen ein. In
der Einzelfallarbeit mit Schülerinnen, Lehrerinnen, Eltern oder anderen
Hilfepartnerinnen, in verschiedenen Projektangeboten an der Schule und
außerhalb, sowie in der Arbeit im Sozialraum versucht Frau Fischer die
Schüler und Schülerinnen bei der Bewältigung der Aufgaben und bei der
Verbesserung der Lebensumstände im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe zu
stärken. Für
die Kooperation mit ihrer Jugendsozialarbeiterin möchte ich dem
gesamten Lehrerkollegium und der Schulleitung, Herr Dumberger, ein
Dankeschön aussprechen. Ein Gelingen der Arbeit verbunden mit guten
Ergebnissen kann ihre Sozialarbeiterin nur mit der Unterstützung
erreichen. Wir hoffen, dem interessierten Leser in diesem Jahresbericht einen Einblick in die Jugendsozialarbeit an der Volksschule Welden geben zu können. Rüdiger von Petersdorff Leiter
„Ambulante und Teilstationäre Hilfen" im
Kinderzentrum Augsburg |
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Jugendsozialarbeit an der Volksschule Welden besteht nun schon im vierten Schuljahr im Rahmen einer Halbtagesstelle mit 19,25 Stunden. Es werden tatsächlich 22 Wochenstunden an der Schule gearbeitet um die arbeitsfreie Ferienzeit reinzubringen. An drei Tagen in der Woche, Montag, Mittwoch und Donnerstag ist das Büro der Jugendsozialarbeiterin für alle Betroffenen offen. Die Grundproblematik hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. Nach wie vor ist die Zahl von Familien mit Verwahrlosungstendenzen, die eine intensive Betreuungsarbeit notwendig machen, auffällig hoch. Einhergehend ist eine Freizeitproblematik zu beobachten, in der die sich selbst überlassenen Kinder und Jugendlichen am Nachmittag, abends und in der schulfreien Zeit sich auf eine nicht jugendgerechte Art und Weise ausleben. Nikotin- und Alkoholkonsum, Sachbeschädigung, Umweltverschmutzung und Diebstahl sind in diesem Zusammenhang zu nennen; der Konsum von illegalen Drogen ist dem Anschein nach etwas zurückgegangen bzw. war weniger offensichtlich als im vergangenen Schuljahr. Besonders
alarmierend ist das zunehmende nicht adäquate Verhalten von jungen Mädchen.
Die Gewaltbereitschaft, der Alkohol- und Zigarettenkonsum steigt, sowie
Ladendiebstahl. Hier besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf. Dieses
oft in der Familie produzierte Konfliktpotenzial korreliert direkt mit den in
der Schule auftretenden Verhaltensauffälligkeiten und Problemen der Schüler,
die dann gezielte Maßnahmen und Kriseninterventionen erfordern. Die
Zahl von Schülern in psychologischer Betreuung, die zum Teil auch medikamentös
behandelt werden ist stetig steigend und betrifft zudem immer mehr
Grundschulkinder. Die
gesellschaftliche Entwicklung insgesamt, insbesondere das Auseinanderbrechen der
Familie und die Auswirkungen auf die Kinder, lässt nicht hoffen, dass in den nächsten
Jahren eine Besserung zu erwarten ist. Daraus folgt, Jugendsozialarbeit muss
auch an kleineren Schulen im Landkreis eine feste Institution sein, um einen in
der Schule verankerten präventiven Betreuungsstandard gewährleisten zu können.
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Sozialpädagogische
Betreuung an Schulen setzt sich zum Ziel, jedem Schüler, der Hilfe und Unterstützung
benötigt, diese auch zu gewähren. Die Förderung der Entwicklung der Kinder
und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit,
steht hierbei im Vordergrund. |
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| Über die Art und die Intensität der Hilfeleistung entscheidet der Schulsozialarbeiter nach individuellem Ermessen selbstständig. In der Praxis bewähren sich niederschwellige Hilfsformen, die einen leichten Zugang für die Schüler ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrem personalen, sozialen und funktionalen Kompetenzbereich gefördert werden, so dass sie sich zu selbständigen, kritik- und gemeinschaftsfähigen Personen entwickeln können. | |
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An
der Volksschule Welden werden zur Erreichung oben angeführter Ziele als
Aufgabenschwerpunkte die Durchführung von einzelfallbezogenen Hilfen, sozialer
Gruppenarbeit und offenen Angeboten eingesetzt. Die Priorität liegt hier in der
Einzelfallarbeit, dann bei der sozialen Gruppenarbeit, sowie in den offenen
Angeboten. Schulspezifische Schwerpunkte der sozialen Gruppenarbeit sind die
Ausbildung und Betreuung der Streitschlichter als auch die Anleitung und Unterstützung
der Schülermitverantwortung. Als offenes Angebot wurde wieder ein monatlicher Mädchennachmittag
für Schülerinnen und Mädchen aus dem Ort angeboten. Eine
nähere Erläuterung dieser Schwerpunkte erfolgt in Punkt 4 (4. Projekte /
Gruppenarbeit).
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Prinzipiell arbeitet ein Jugendsozialarbeiter an der Schule eigenständig, spricht sich aber immer gründlich je nach Sachlage mit Schulleitung, Kollegium oder dem übergeordneten Träger ab. Er ist nicht Teil des Lehrerkollegiums, sondern eine autarke Kraft, die selbstständig handelt und verantwortlich ist. Grundsätzlich
unterliegt Jugendsozialarbeit der Schweigepflicht; falls aber aus bestimmten Gründen
Informationen weiter gegeben werden müssen, erfolgt dies mit Zustimmung der
Beteiligten in Form einer Schweigepflichtentbindung. Diese Voraussetzung schafft
eine vertrauensvolle Basis, von der aus eine intensive pädagogische Arbeit mit
dem Schüler und deren Bezugspersonen beginnen kann. Die
Zeiteinteilung wird sinnvoll mit den Zeiten des Unterrichts abgestimmt bzw. ergänzt
und orientiert sich natürlich am jeweiligen Stundenmaß des Sozialpädagogen.
Flexibilität für etwaige Abendtermine oder Sonderveranstaltungen muss
vorhanden sein. |
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| Das Handwerkszeug eines Sozialpädagogen besteht aus einer Vielfalt von Methoden, die Ziel und Anlass entsprechend zum Einsatz kommen. Speziell auf die Zielperson oder –gruppe abgestimmte Aktionen sollen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. | |
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Der
Jugendsozialarbeiter berät in persönlichen, familiären, berufsbezogenen
sozialen und schulischen Konfliktsituationen. An der Volksschule Welden kamen
folgende Problembereiche bei Kindern und Jugendlichen häufig vor:
Schwierigkeiten mit Vater oder Mutter, Patchworkfamilien (z.B. Stiefvater
bevorzugt eigene Kinder), Trennung und Scheidung der Eltern,
Geschwisterstreitigkeiten, Auseinandersetzungen mit der Peer-Group oder Clique
(Klassenkameraden, Freunde) Schule (Probleme mit Klassenleiter, Mobbing),
Schulverweigerung, Berufsorientierung und Zukunftsängste. Im Einzelfall
entscheidet sich, ob weiterführende Beratungsgespräche, Kooperation mit
Vernetzungspartnern oder auch Intensivmaßnahmen erforderlich sind. |
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| Akute Krisenfälle benötigen als Reaktion ein schnelles, zielgerichtetes Eingreifen, das spontan aber nicht übereilt stattfindet. Ein Herausnehmen der betroffenen Schüler aus der Akutsituation ist in den meisten Fällen sinnvoll. Als Beispiele sind Eskalation von Gewalt in der Schule oder massive Gewalt in der Familie zu nennen, wo unverzüglich interveniert werden muss. Das Kennenlernen des häuslichen Umfeldes erfolgt durch gezielte Besuche des Jugendsozialarbeiters und ist notwendig für das Einleiten von weiteren Jugendhilfemaßnahmen zusammen mit den anderen Sozialen Diensten. | |
| Hier wird intensiv mit einem Schüler zur Förderung eines oder mehrerer Kompetenzbereiche sozialpädagogisch gearbeitet. Der Zeitrahmen ist langfristig anzusetzen, um Kontinuität und Bezug herzustellen und Effizienz zu gewährleisten. Beispielsweise wurden mehrere Schüler über das ganze Schuljahr hinweg regelmäßig individuell gefördert (Soziale Förderstunde). In einem Fall wurde die Bewältigung der Lebenssituation mit dem Erledigen schulischer Aufgaben gekoppelt. | |
| Beobachtung eines oder mehrerer Schüler während des Unterrichts wurde hauptsächlich im Grundschulbereich eingesetzt. Das Ziel war, auffällige Verhaltensstrukturen zu beobachten und zu analysieren, um daraus dann Hilfsmaßnahmen zu entwickeln. Im Klassenverband verhalten sich Kinder natürlich anders als in Eins-zu-eins-Situationen. | |
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Für viele Eltern ist die Möglichkeit Kontakt zu einer neutralen, fachlich kompetenten Person aufzubauen, hilfreich. Die sachgebundene Distanz des Schulsozialarbeiters erleichtert es, sich anders mit einem Thema auseinander zusetzen bzw. überhaupt über unangenehme Themen zu reden. Bei Bedarf werden Lehrkräfte, Schulleitung oder Fachdienste zum Gespräch zugeschaltet oder vermittelt. Hausbesuche
als Form der Familienarbeit gewähren intensiveren Einblick in das
System der
Familie. Es ermöglicht Gespräche mit mehreren Familienmitgliedern im gewohnten
Umfeld und erleichtert den Eltern den Beratungszugang, da der Weg nicht erst in
die Schule führen muss. Wachsende
elterliche Resignation sowie Ratlosigkeit in Bezug auf die Wahrnehmung ihrer
Erziehungsverantwortung kamen z.B. bei Elterngesprächen oder Hausbesuchen zur
Sprache. Bei
den betreuten Eltern sind deutlich zwei extreme Erziehungstendenzen zu erkennen,
die
eine ist geprägt vom Ehrgeiz, ihr Kind in allen Bereichen zu fördern und
der stetigen Erwartung von guten Leistungen. Bei der anderen Gruppe werden die
Kinder einfach ignoriert oder als überflüssig empfunden. Beide dieser
elterlichen Handlungsmuster lösen bei den Kindern entweder Überforderung oder
Gleichgültigkeit aus und führen zum Ergebnis der Schulverweigerung in
verschiedenen Stadien. Hier besteht großer Bedarf an sozialpädagogischer Aufklärungsarbeit
bei Eltern und Hilfsangebote für die Schüler. |
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Aufgrund
der allgemein schlechten Konjunktur und Ausbildungsmarktlage und dem wachsenden
Problem, dass die Lehrberufe für Hauptschüler bereits überwiegend durch
Absolventen höherer Schulen besetzt werden, macht die Jugendberufshilfe zu
einem wichtigen Arbeitsbereich der Jugendsozialarbeit. Zudem nehmen immer
weniger Eltern ihre Verantwortung in diesem wichtigen Lebensbereich der
Jugendlichen wahr, sie verlassen sich auf die Institutionen (Schule, Agentur für
Arbeit, weitere Bildungsträger etc.) die ihre Kinder ins Berufsleben bringen
sollen. Deshalb musste mit einigen Schülern beispielsweise erst mal richtiges
Benehmen gegenüber vorgesetzten Personen eingeübt werden. Außerdem wurde
versucht, die Aufmerksamkeit der entsprechenden Eltern auf die Wichtigkeit des
Berufsfindungsprozesses ihrer Kinder durch verschiedene Gespräche auch mit dem
Klassenleiter oder dem Schulleiter zu lenken. Des Weiteren musste zum einen viel
Motivationsarbeit für die frustrierten Schüler geleistet werden, zum anderen
eine effektive Vernetzung mit der Bundesagentur für Arbeit stattfinden.
Ein zusätzliches Bewerbungstraining für die 8. und 9. Klassen wurde regelmäßig von den Schülern sowohl in der Gruppe als auch alleine wahrgenommen. Denn eine gute Bewerbung, wichtige Hinweise für Vorstellungsgespräche, Telefontraining und Tipps für Eignungs- und Auswahltests geben den Schülern die nötige Sicherheit, um im Wettbewerb der wenigen Ausbildungsplätze konkurrenzfähig zu sein. Unterstützung bei der Berufswahl, Lehrstellen- und Praktikumplatzsuche, Orientierungshilfe bei der Fülle von möglichen Schulen im Anschluss waren zentrale Inhalte. Grafik
über den Verbleib der Hauptschulabsolventen – Stand: Juli 2006
JoA
= Jugendliche ohne Ausbildungsplätze
sind in der Berufsschule angemeldet und besuchen geförderte Lehrgänge von der
Bundesagentur für Arbeit |
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Soziale Kleingruppenarbeit dient der intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen. Die sozialpädagogische Gruppenarbeit verfolgt das Ziel, den Schülern bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten mit gruppenpädagogischen Methoden zu helfen und somit das Sozialverhalten zu fördern. In diesem Schuljahr stand vor allem das Thema Sozialverhalten im Vordergrund. So wurde zum Beispiel in einer dritten Klasse zusammen mir der IdE-Lehrerin (Intensivierung der Erziehung) ein Sozialkompetenztraining speziell für Mädchen durchgeführt. In einer achten Klasse wurde sowohl mit der ganzen Klasse als auch in Kleingruppen das Thema Mobbing gegenüber einer Klassenkameradin thematisiert. Änderung der Sitzordnung, Übernahme der Patenschaft für die Betroffene von einer Mitschülerin, etliche Streitschlichtungen mit verbindlichen Verträgen usw. führten schließlich zur Verbesserung der Gesamtsituation. Weitere
Projekte im Rahmen der Kleingruppenarbeit waren die Ausbildung und
Betreuung der
Streitschlichter, Betreuung der AG-SMV, ein Klassensprecherseminar, die
monatliche Mädchengruppe, der wöchentliche Schulclub, Anleitung des
Service-Teams im Schülercafe. Diese Angebote werden im Punkt 4
Projekte/Gruppenarbeit ausführlich beschrieben.
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Der Begriff übergreifend bedeutet, dass die Methode nicht nur direkt am Jugendlichen ansetzt, sondern einen größeren Wirkungskreis beschreibt. Als Helferkonferenz findet der sog. Runde Tisch der Sozialarbeit bedarfsbezogen statt. Hier trifft sich ein fester Kern des Lehrerkollegiums mit der Schulleitung und der Sozialpädagogin, sowie im Einzelfall betroffene Lehrer zur Besprechung von Krisen und akuten Themen. Auch die Kooperation mit Fachdiensten und die Teilnahme an Konferenzen, Fachtagungen, Fortbildungen, Arbeitskreisen, Jugendsozialarbeiterteams, Ausschüssen oder Beiräten sind hier anzusiedeln. |
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Die
Projekte Streitschlichter, SMV-Arbeit, sowie das Sozialtraining mit
Hausaufgabenbetreuung für schwache und schwierige Schüler (Schulclub) und der
Mädchenclub wurden wie im Vorjahr weiter geführt. Als neues Projekt wurde in
diesem Schuljahr das Schülercafe eröffnet mit verschiedenen Angeboten. |
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Das
Projekt Streitschlichter ist ein Beitrag zur Gewaltprävention, bei dem sich die
Schüler intensiv mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und erfahren, welche
gewaltfreien Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten angewandt werden können.
Die ausgebildeten Streitschlichter fungieren gegenüber anderen Schülern als
Multiplikatoren und sorgen so für ein deutlich entspannteres Schulklima. Das
Projekt der Streitschlichter läuft an der Weldener Volksschule bereits im
sechsten Jahr mit großem Erfolg. Die Ausbildung wird überwiegend im Tandem der
Jugendsozialarbeiterin und einer Hauptschullehrerin durchgeführt. Auch der
IdE-Lehrer brachte sich z.B. beim Videotraining mit ein. In diesem Schuljahr
wurden neun Schüler aus der 7. Klasse zu neuen Streitschlichtern ausgebildet.
Eine Besonderheit bei der Schlichterausbildung war heuer, dass zwei Schüler aus
der dritten Klasse an der Ausbildung erfolgreich teilnahmen. Ihr Einsatzgebiet
ist ihre - und die Parallelklasse. Somit konnte das Problemverhalten der Drittklässler
sinnvoll kanalisiert werden. Streitschlichterausbildungswochenende im Schullandheim Dinkelscherben
Die
Ausbildung dauerte ein ganzes Wochenende und war wieder im Schullandheim
Dinkelscherben. Das kompakte und konzentrierte Arbeiten am Wochenende stellte
sich als
sehr positiv und gemeinschaftsfördernd heraus. Zusätzlich wurde noch
an drei Nachmittagen das gelernte Wissen vertieft bis es schließlich zur
theoretischen und praktischen Prüfung in der Schule kam. Diese erfolgreiche
Streitschlichterausbildung wird voraussichtlich im nächsten Schuljahr wieder
angeboten. Offizielle Streitschlichtervorstellung und Verabschiedung in der
Schulaula
Bei
einem offiziellen Festakt wurden die neuen Streitschlichter durch die
Schulleitung im ganzen Schulhaus eingeführt mit Übergabe der
Streitschlichterurkunden. Bei
dieser Gelegenheit wurde den Streitschlichtern der 9. Klassen für ihre Arbeit
als „Friedensboten“ gedankt und sie wurden mit einem kleinen Geschenk aus
ihrem Dienst verabschiedet. Sieben
Schüler aus der 8. Klasse und die neun neuausgebildeten Schüler sorgen nun für
ein entspanntes Schulklima, sodass insgesamt 16 Schüler als Ansprechpartner im
Streitfall zur Verfügung stehen. Um
den freiwilligen Einsatz der beteiligten Schüler zu würdigen, fanden immer
wieder
Treffen zum gemeinsamen Austausch mit Verpflegung statt. Außerdem wurde
weitere Betreuungsarbeit über das ganze Jahr geleistet und auch die bereits
„alten“ SchlichterInnen mussten sich einer Qualitätsprüfung unterziehen. |
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In Zusammenarbeit mit einem Hauptschullehrer erfolgte auch wieder in diesem Schuljahr eine fruchtbare Unterstützung und Anleitung der Schülermitverantwortung, was durch die aktive Teilnahme einiger Schüler in der Arbeitsgemeinschaft AG - SMV noch gefördert wurde. Hier steht ein fester Pool von Schülern für alle möglichen Projekte zur Verfügung. Es fanden regelmäßige, wöchentliche Sitzungen mit Schülersprechern und der AG statt. Folgende
Projekte wurden mit der SMV und teilweise mit tatkräftigem Beistand durch den
Elternbeirat und deren Vorsitzende in diesem Schuljahr ausgeführt: Eröffnung
des
langersehnten Schülercafes, Einteilung der verantwortlichen Schüler
(Aufsicht und Thekendienst), Mithilfe bei der Änderung der Schulhausordnung,
Verkauf von Leberkäsesemmeln in der Pause, Organisation der Faschingsbälle
(Grundschule 1-4 und für die 7.-9. Klassen), Schlittschuhlaufen im
Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg, sammeln von leeren Druckerpatronen zur
Entlastung der Umwelt, die Organisation eines Flohmarktes auf dem Pausenhof,
Mitwirkung beim Spielplatzfest in Welden, große Werbeaktion für neue
SMV-Mitglieder in der Pause, Tutorengruppen die jüngeren Schülern Nachhilfe
geben usw. Besonders
hervorzuheben war das präventive Engagement der SMV-Gruppe bei der
großen
kreativen Maiplakataktion gegen Vandalismus in der Freinacht (siehe Punkt 4.6). Ein
weiteres Highlight war das dreitägige Klassensprecherseminar im Schullandheim
Bliensbach
bei Wertingen. Hier durften auch die AG-SMV-Mitglieder mitfahren.
Klassensprecher-
und SMV-AG-Seminar im Schullandheim in Bliensbach:
Zielsetzung
der SMV-Arbeit ist, das Angebot zur positiven Identifikation von Schülern mit
Schule, Übernahme von Verantwortung, planen und organisieren lernen, arbeiten
im Team,
entdecken und ausschöpfen von eigenen Ressourcen und Förderung der
Sozialkompetenz zu ermöglichen. |
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In diesem Schuljahr wurde wieder der Mädchenclub
als offenes Angebot in Zusammenarbeit mit der Jugendpflegerin aus Welden Fr.
Strommer durchgeführt. Unter einem offenen Mädchenangebot versteht man,
zeitliche Vorgaben von Sozialpädagogen mit unterschiedlichen Aktionen. Alle Mädchen
aus den verschiedenen Klassenstufen (10-16 Jahren) und Schulen aus Welden sind
dazu eingeladen. Das übergeordnete Ziel ist, ein niederschwelliges Angebot
einmal im Monat nur für Mädchen (Genderpädagogik) anzubieten, indem alle die
Möglichkeiten bekommen ihre Ängste, Wünsche und Probleme in einer angenehmen
Atmosphäre anzusprechen und auszutauschen. Des Weiteren sollen die Mädchen
durch sinnvolle Freizeitgestaltungsmöglichkeiten angeregt werden ihre
Nachmittage auch selbst zu gestalten. Verschiedene themenbezogene, kreative
Bastel- oder Backnachmittage kamen bei den Mädchen besonders gut an. Die
Aktionen wurden abwechselnd in der Schule, im Haus der Vereine oder im Freien
veranstaltet.
Kuchen- und
Muffins backen im Schülercafe mit anschließendem Verkauf im Pausenhof. Der Erlös
ging als Spende für die Errichtung eines Skateboardplatzes an
die Jugendpflegerin in Welden.
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Der
Schulclub wurde wie im Vorjahr weitergeführt, es besteht immer mehr
Nachhilfebedarf bei den Schülern. Was wird mit den Schülern im Schulclub
geleistet? Hier wird gemeinsam gelernt, Hausaufgaben gemacht, Schwachstellen
trainiert und das Lernen gelernt. Das Gesamtziel ist, die positive Integration
von schwachen, auffälligen Schülern in ein leistungsorientiertes Schulsystem
mit intensiver Betreuung. Immer
montags sind einige ausgewählte Hauptschüler der 8. Klasse und donnerstags die
Grundschüler aus der 3., 4. und die Hauptschüler der 6. Klasse eingeteilt. Mit
Hilfe von Konzentrationsübungen, Gedächtnistraining und verschiedenen Spielen
wird nicht nur die Leistungsbereitschaft gefördert sondern auch die Teamfähigkeit
und das Sozialverhalten der Schüler. |
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Am
02. Februar dieses Jahres wurde das langersehnte Projekt Schülercafe für die
Schüler der Volksschule Welden endlich Realität. An diesem Tag war die große
Einweihungsfeier an der alle Klassen abwechselnd teilnehmen durften. Nach
jahrelanger Vorarbeit schaffte die Schülermitverantwortung unter der Leitung
von Hr. Lutz und Fr. Fischer die Verwirklichung des Projekts. Großer Dank gilt
hier besonders der tatkräftigen Unterstützung der Elternbeirats-vorsitzenden
Fr. Buchhart und allen die durch Spenden oder Mithilfe dazu beigetragen haben
den Raum für die Schüler attraktiv zu gestalten. Die
SMV-AG hat ein Schülercafe-Konzept erstellt und einen Belegungsplan für die
Benutzung durch die einzelnen Klassen. Ebenso wurde ein Service-Team von
engagierten Schülern zusammengestellt, die abwechselnd im Schülercafe bedienen
und auf die Einhaltung der Regeln achten. Verschiedene Aufgaben wurden verteilt
z.B. Kassenwart, Essens- und Getränkeüberwachung. Das
Schülercafe hat täglich in den Pausen geöffnet und über Mittag an den Tagen
an dem
Nachmittagsunterricht stattfindet. In den Pausen wird der Raum sehr häufig
frequentiert an den Nachmittagen vor allem wenn besondere Aktionen der
Schulsozialarbeiterin angeboten werden, beispielsweise gemeinsam Spaghetti
kochen und essen….
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Besonders
hervorzuheben ist die wie auch im Vorjahr erfolgreiche präventiv-kreative
Plakataktion der AG-SMV zur Vermeidung von Vandalismus in der Freinacht zum
1.Mai.
Schüler wollten mit ihren selbstgestalteten Plakaten zum Nachdenken
anregen und ein friedliches Maifest und alte Traditionen, wie das Aufstellen von
„Moiala“ wiederbeleben. Dies ist ihnen mit diesem Beitrag auch sehr gut
gelungen. Ganz Welden blieb von mutwilliger Zerstörung verschont und hatte ein
schönes Fest.
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| Grundsätzlich ist zur Erreichung verschiedener Ziele eine enge Vernetzung und Kooperation mit den notwendigen Partnern wichtig. Zu unterscheiden sind hier die Vernetzung innerhalb des Schulrahmens und die Kooperation mit Stellen im weiteren Umfeld der Schule. | |
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Schulinterne Vernetzungs- und Kooperationspartner:
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Schulinterne Konferenzen / Arbeitskreise / Beiräte:
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Schulexterne Vernetzungs- und Kooperationspartner:
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Schulexterne
Konferenzen / Arbeitskreise / Beiräte: |
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| Die Statistik gibt in folgenden Tabellen einen Überblick der Gesamtzahlen von Schülern und Lehrern an der Volksschule Welden, die Quantität der geleisteten Einzelfallhilfen, die durchgeführten Projekte und ihre Teilnehmerzahlen sowie die Anzahl der Schulabgänger und ihr weiterer Verbleib. | |
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Schülerzahl insgesamt Hauptschüler Grundschüler |
363 davon
198 165 |
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Lehrerzahl insgesamt
Klassenlehrer |
26 davon
17
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Gesamtanzahl der
betreuten Schüler
116 Beratungs- / Betreuungsintensität Intensive Betreuung (ab 5 Kontakten) 23 Begleitende Beratung (bis 5 Kontakte) 35 Einmalige Beratung (1-2 Kontakte) 58 Beratungsgespräche
insgesamt
332 |
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Projektanzahl
06 Streitschlichter insgesamt 24 davon 9. Klasse (verabschiedet) 6 8. Klasse 7 7. Klasse (neu ausgebildet) 9 3. Klasse 2 SMV insgesamt 44 davon Schülersprecher 3 Klassensprecher 26 AG-SMV 15 Mädchenclub insgesamt 15 davon Hauptschülerinnen 10 Schülerinnen aus Welden 5 Schülercafe insgesamt 124 davon 5. Klasse 11 6. Klasse 10 7. Klasse 22 8. Klasse 40 9. Klasse 41 Schulclub insgesamt 9 davon Hauptschüler 7 Grundschüler 2 Jugendberufshilfe 252 davon Einzelbetreuung 21 Bewerbungstraining 16 Berufsberatung an der Schule 51 Elterngespräche 10 Informationsveranstaltung 8. Klassen 44 Vorbereitung auf Eignungstests 4 Telefontraining 7 Erstellen von Bewerbungsunterlagen 7 Neuerstellung des Lebenslaufs 2 Adressenvermittlung 15 Lehrstellenakquise 75 In Projekten
betreute Schüler
468 |
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Schulabgänger insgesamt
42 9. Klasse 41 8. Klasse 1 Teilnahme am QA
37 9. Klasse HS Welden 34 davon bestandener QA 25 nicht am QA teilgenommen 7 QA nicht bestanden 9 Weiterer Verbleib (vgl. Kreisdiagramm in Punkt
3.6): Lehrstelle
21 Schulische
Maßnahme
13 (Wirtschaftsschulen, M 10, Fachschulen, BVJ, EQJ) JOA
(Jugendliche ohne Ausbildungsplätze) 4 (sind in der Berufsschule in Neusäß angemeldet und besuchen geförderte Lehrgänge vom Arbeitsamt) Momentan noch unklar 4 |
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Fortbildungen sind besonders im Bereich der Schulsozialarbeit zu empfehlen, da der Jugendsozialarbeiter als Ansprechpartner für alle und für jedes Problem aufgesucht wird. Um ein professionelles Handeln zu gewährleisten müssen verschiedene Themen anhand von Fortbildungen, Tagungen und Fachvorträgen bearbeitet werden. In diesem Schuljahr wurden von mir einige Fortbildungen sowohl schulintern als auch innerhalb des Trägers wahrgenommen. Schulinterne Fortbildungen waren zum einen eine Einführung in das Improvisationstheater, welche wertvolle Tipps im spielerischen Umgang mit Gruppen darbot. Zum anderen ein Vortrag zum Thema Jungenpädagogik, welcher anschaulich die Problematik der Jungen in der Pubertät und deren erzieherische Grenzen veranschaulichte. Bei einer externen Lehrerfortbildung zum Thema: „Streitschlichtung auf der Durststrecke - was nun?“ konnten interessante Inputs für die Streitschlichterausbildung gesammelt werden. Eine vom Träger aus sehr wichtige und gute drei Tagesfortbildung zum Thema: „Arbeit mit psychischen Erkrankungen in der Familie“ doziert von Fr. Dr. Gammer brachte neue fachliche Erkenntnisse und Handlungsstrategien im Bereich der systemischen Familienarbeit mit psychisch kranken Menschen. Die Wahrnehmung für psychisch auffällige Kinder und Jugendliche oder deren Eltern wurde geschärft und ein Verständnis für familiär ablaufende Prozesse geschaffen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit mit dieser schwierigen Zielgruppe und eine behutsame, einfühlsame Übergabe an Fachpersonal z.B. Jugendpsychiatrie ist für alle Beteiligen notwendig. Eine KJF - Fachtagung zum Thema: Ganztagsbetreuung bot den Mitarbeitern einen gegenseitigen fachlichen Austausch mit Vorstellung der jeweiligen Nachmittagsprojekte. Hier stellte ich das Konzept des Schulclubs an der VS-Welden vor. Weiterhin wurden von mir Fachvorträge zum Thema Mädchenarbeit, Gewaltprävention und Deeskalation besucht. |
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Nachdem an der Volkschule in Welden bereits vier Jahre lang erfolgreich Jugendsozialarbeit praktiziert wurde, ist es umso erfreulicher, dass dieses sinnvolle Projekt auf ein weiteres Schuljahre verlängert und finanziert wird. Nun können neubegonnene Projekte weiter ausgebaut und etabliert werden, wie beispielsweise eine intensiviere Betreuung des Schülercafes. In diesem Bereich werden sich voraussichtlich im nächsten Schuljahr auch der Elternbeirat und eventuell Mitglieder des Musikvereins ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus sollen weitere präventive Angebote und Veranstaltungen zur Vermeidung von Vandalismus in Welden in Kooperation mit der Jugendpflegerin angeboten werden. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat weiterhin zum Wohle aller vorangetrieben werden und auch Angebote für interessierte Eltern zu verschiedenen Themen initiiert werden. |
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