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 Jugendsozialarbeit

an der Volksschule Welden

Schuljahr 2005 / 2006  

.

Volksschule Welden (GS + HS)

Ganghoferstraße 12
86465 Welden
Tel. 08293 / 90 94 72
Fax 08293 / 90 94 74

 

in Trägerschaft der
Katholischen Jugendfürsorge Augsburg e.V.

 

 

 

Jugendsozialarbeiterin:     Diplom Sozialpädagogin (FH)
Christina Fischer
Koordination:   Rüdiger von Petersdorff
Bereichsleiter
„Ambulante und Teilstationäre Hilfen“
KinderZentrum Augsburg

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1.

Rahmenbedingungen

2. Schwerpunkte / Ziele
2.1 Jugendsozialarbeit allgemein
2.2 Schulspezifisch
2.3 Arbeitsprinzipien
3. Methoden
3.1 Beratung
3.2 Krisenintervention
3.3 Einzelarbeit
3.4 Unterrichtsbeobachtung
3.5 Elterngespräche / Hausbesuche  
3.6 Jugendberufshilfe
3.7 Soziale Kleingruppenarbeit  
3.8 Übergreifende Methodik  
4. Projekte / Gruppenarbeit  
4.1 Streitschlichter
4.2 SMV (Schülermitverantwortung)  
4.3 Offenes Nachmittagsangebot: Mädchenclub  
4.4 Schulclub
4.5 Schülercafe
4.6 Präventionsarbeit
5. Kooperation / Vernetzung  
6. Statistik
6.1 Gesamtanzahl von Schülern und Lehrern 
6.2 Anzahl der Einzelfallhilfen  
6.3 Projekte: Anzahl d. Projekte u. Teilnehmerzahlen  
6.4 Schulabgänger und Verbleib  
7. Fortbildungen
8. Ausblick

           

Vorwort

 

 Mit unserem Jahresbericht dokumentieren wir die Arbeitsschwerpunkte von Jugend­sozialarbeit und, unter anderem auch, die Effektivität der Jugendsozialarbeiterin an der Volksschule Welden.

 

Die Zielsetzung von Jugendsozialarbeit ist es benachteiligte und schwierige Schüler und Schülerinnen bei der Integration zu unterstützen. Zur Zielerreichung setzt sich die Sozialpädagogin, Frau Fischer, besonders bei Problemen in der Klasse / Schule, in der Familie und „Peer-Group" bei der Lehrstellensuche und dem Übergang in den Beruf sowie bei individuellen Lebensproblemen ein.

 

In der Einzelfallarbeit mit Schülerinnen, Lehrerinnen, Eltern oder anderen Hilfepart­nerinnen, in verschiedenen Projektangeboten an der Schule und außerhalb, sowie in der Arbeit im Sozialraum versucht Frau Fischer die Schüler und Schülerinnen bei der Bewältigung der Aufgaben und bei der Verbesserung der Lebensumstände im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe zu stärken.

 

Für die Kooperation mit ihrer Jugendsozialarbeiterin möchte ich dem gesamten Leh­rerkollegium und der Schulleitung, Herr Dumberger, ein Dankeschön aussprechen. Ein Gelingen der Arbeit verbunden mit guten Ergebnissen kann ihre Sozialarbeiterin nur mit der Unterstützung erreichen.

 

Wir hoffen, dem interessierten Leser in diesem Jahresbericht einen Einblick in die Jugendsozialarbeit an der Volksschule Welden geben zu können.

Rüdiger von Petersdorff 

Leiter „Ambulante und Teilstationäre Hilfen"

im Kinderzentrum Augsburg

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1.                 Rahmenbedingungen  

Jugendsozialarbeit an der Volksschule Welden besteht nun schon im vierten Schuljahr im Rahmen einer Halbtagesstelle mit 19,25 Stunden. Es werden tatsächlich 22 Wochenstunden an der Schule gearbeitet um die arbeitsfreie Ferienzeit reinzubringen. An drei Tagen in der Woche, Montag, Mittwoch und Donnerstag ist das Büro der Jugendsozialarbeiterin für alle Betroffenen offen.

Die Grundproblematik hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. Nach wie vor ist die Zahl von Familien mit Verwahrlosungstendenzen, die eine intensive Betreuungsarbeit notwendig machen, auffällig hoch. Einhergehend ist eine Freizeitproblematik zu beobachten, in der die sich selbst überlassenen Kinder und Jugendlichen am Nachmittag, abends und in der schulfreien Zeit sich auf eine nicht jugendgerechte Art und Weise ausleben. Nikotin- und Alkoholkonsum, Sachbeschädigung, Umweltverschmutzung und Diebstahl sind in diesem Zusammenhang zu nennen; der Konsum von illegalen Drogen ist dem Anschein nach etwas zurückgegangen bzw. war weniger offensichtlich als im vergangenen Schuljahr.

Besonders alarmierend ist das zunehmende nicht adäquate Verhalten von jungen Mädchen. Die Gewaltbereitschaft, der Alkohol- und Zigarettenkonsum steigt, sowie Ladendiebstahl. Hier besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf.

Dieses oft in der Familie produzierte Konfliktpotenzial korreliert direkt mit den in der Schule auftretenden Verhaltensauffälligkeiten und Problemen der Schüler, die dann gezielte Maßnahmen und Kriseninterventionen erfordern.

Die Zahl von Schülern in psychologischer Betreuung, die zum Teil auch medikamentös behandelt werden ist stetig steigend und betrifft zudem immer mehr Grundschulkinder.

Die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt, insbesondere das Auseinanderbrechen der Familie und die Auswirkungen auf die Kinder, lässt nicht hoffen, dass in den nächsten Jahren eine Besserung zu erwarten ist. Daraus folgt, Jugendsozialarbeit muss auch an kleineren Schulen im Landkreis eine feste Institution sein, um einen in der Schule verankerten präventiven Betreuungsstandard gewährleisten zu können.  

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2.                 Schwerpunkte / Ziele

Sozialpädagogische Betreuung an Schulen setzt sich zum Ziel, jedem Schüler, der Hilfe und Unterstützung benötigt, diese auch zu gewähren. Die Förderung der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, steht hierbei im Vordergrund.  

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2.1             Jugendsozialarbeit allgemein  

Über die Art und die Intensität der Hilfeleistung entscheidet der Schulsozialarbeiter nach individuellem Ermessen selbstständig. In der Praxis bewähren sich niederschwellige Hilfsformen, die einen leichten Zugang für die Schüler ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrem personalen, sozialen und funktionalen Kompetenzbereich gefördert werden, so dass sie sich zu selbständigen, kritik- und gemeinschaftsfähigen Personen entwickeln können.

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2.2             Schulspezifische Schwerpunkte  

An der Volksschule Welden werden zur Erreichung oben angeführter Ziele als Aufgabenschwerpunkte die Durchführung von einzelfallbezogenen Hilfen, sozialer Gruppenarbeit und offenen Angeboten eingesetzt. Die Priorität liegt hier in der Einzelfallarbeit, dann bei der sozialen Gruppenarbeit, sowie in den offenen Angeboten. Schulspezifische Schwerpunkte der sozialen Gruppenarbeit sind die Ausbildung und Betreuung der Streitschlichter als auch die Anleitung und Unterstützung der Schülermitverantwortung. Als offenes Angebot wurde wieder ein monatlicher Mädchennachmittag für Schülerinnen und Mädchen aus dem Ort angeboten.  

Eine nähere Erläuterung dieser Schwerpunkte erfolgt in Punkt 4 (4. Projekte / Gruppenarbeit).  

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2.3             Arbeitsprinzipien

Prinzipiell arbeitet ein Jugendsozialarbeiter an der Schule eigenständig, spricht sich aber immer gründlich je nach Sachlage mit Schulleitung, Kollegium oder dem übergeordneten Träger ab. Er ist nicht Teil des Lehrerkollegiums, sondern eine autarke Kraft, die selbstständig handelt und verantwortlich ist.

Grundsätzlich unterliegt Jugendsozialarbeit der Schweigepflicht; falls aber aus bestimmten Gründen Informationen weiter gegeben werden müssen, erfolgt dies mit Zustimmung der Beteiligten in Form einer Schweigepflichtentbindung. Diese Voraussetzung schafft eine vertrauensvolle Basis, von der aus eine intensive pädagogische Arbeit mit dem Schüler und deren Bezugspersonen beginnen kann.

Die Zeiteinteilung wird sinnvoll mit den Zeiten des Unterrichts abgestimmt bzw. ergänzt und orientiert sich natürlich am jeweiligen Stundenmaß des Sozialpädagogen. Flexibilität für etwaige Abendtermine oder Sonderveranstaltungen muss vorhanden sein.  

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3.                 Methoden  

Das Handwerkszeug eines Sozialpädagogen besteht aus einer Vielfalt von Methoden, die Ziel und Anlass entsprechend zum Einsatz kommen. Speziell auf die Zielperson oder –gruppe abgestimmte Aktionen sollen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben.

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3.1             Beratung  

Der Jugendsozialarbeiter berät in persönlichen, familiären, berufsbezogenen sozialen und schulischen Konfliktsituationen. An der Volksschule Welden kamen folgende Problembereiche bei Kindern und Jugendlichen häufig vor: Schwierigkeiten mit Vater oder Mutter, Patchworkfamilien (z.B. Stiefvater bevorzugt eigene Kinder), Trennung und Scheidung der Eltern, Geschwisterstreitigkeiten, Auseinandersetzungen mit der Peer-Group oder Clique (Klassenkameraden, Freunde) Schule (Probleme mit Klassenleiter, Mobbing), Schulverweigerung, Berufsorientierung und Zukunftsängste. Im Einzelfall entscheidet sich, ob weiterführende Beratungsgespräche, Kooperation mit Vernetzungspartnern oder auch Intensivmaßnahmen erforderlich sind.  

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3.2             Krisenintervention  

Akute Krisenfälle benötigen als Reaktion ein schnelles, zielgerichtetes Eingreifen, das spontan aber nicht übereilt stattfindet. Ein Herausnehmen der betroffenen Schüler aus der Akutsituation ist in den meisten Fällen sinnvoll. Als Beispiele sind Eskalation von Gewalt in der Schule oder massive Gewalt in der Familie zu nennen, wo unverzüglich interveniert werden muss. Das Kennenlernen des häuslichen Umfeldes erfolgt durch gezielte Besuche des Jugendsozialarbeiters und ist notwendig für das Einleiten von weiteren Jugendhilfemaßnahmen zusammen mit den anderen Sozialen Diensten.

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3.3             Einzelarbeit  

Hier wird intensiv mit einem Schüler zur Förderung eines oder mehrerer Kompetenzbereiche sozialpädagogisch gearbeitet. Der Zeitrahmen ist langfristig anzusetzen, um Kontinuität und Bezug herzustellen und Effizienz zu gewährleisten. Beispielsweise wurden mehrere Schüler über das ganze Schuljahr hinweg regelmäßig individuell gefördert (Soziale Förderstunde). In einem Fall wurde die Bewältigung der Lebenssituation mit dem Erledigen schulischer Aufgaben gekoppelt.

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3.4             Unterrichtsbeobachtung  

Beobachtung eines oder mehrerer Schüler während des Unterrichts wurde hauptsächlich im Grundschulbereich eingesetzt. Das Ziel war, auffällige Verhaltensstrukturen zu beobachten und zu analysieren, um daraus dann Hilfsmaßnahmen zu entwickeln. Im Klassenverband verhalten sich Kinder natürlich anders als in Eins-zu-eins-Situationen.

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3.5             Elterngespräche / Hausbesuche  

Für viele Eltern ist die Möglichkeit Kontakt zu einer neutralen, fachlich kompetenten Person aufzubauen, hilfreich. Die sachgebundene Distanz des Schulsozialarbeiters erleichtert es, sich anders mit einem Thema auseinander zusetzen bzw. überhaupt über unangenehme Themen zu reden. Bei Bedarf werden Lehrkräfte, Schulleitung oder Fachdienste zum Gespräch zugeschaltet oder vermittelt.

Hausbesuche als Form der Familienarbeit gewähren intensiveren Einblick in das System der Familie. Es ermöglicht Gespräche mit mehreren Familienmitgliedern im gewohnten Umfeld und erleichtert den Eltern den Beratungszugang, da der Weg nicht erst in die Schule führen muss.  

Wachsende elterliche Resignation sowie Ratlosigkeit in Bezug auf die Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung kamen z.B. bei Elterngesprächen oder Hausbesuchen zur Sprache.

Bei den betreuten Eltern sind deutlich zwei extreme Erziehungstendenzen zu erkennen, die eine ist geprägt vom Ehrgeiz, ihr Kind in allen Bereichen zu fördern und der stetigen Erwartung von guten Leistungen. Bei der anderen Gruppe werden die Kinder einfach ignoriert oder als überflüssig empfunden. Beide dieser elterlichen Handlungsmuster lösen bei den Kindern entweder Überforderung oder Gleichgültigkeit aus und führen zum Ergebnis der Schulverweigerung in verschiedenen Stadien. Hier besteht großer Bedarf an sozialpädagogischer Aufklärungsarbeit bei Eltern und Hilfsangebote für die Schüler.  

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3.6             Jugendberufshilfe  

Aufgrund der allgemein schlechten Konjunktur und Ausbildungsmarktlage und dem wachsenden Problem, dass die Lehrberufe für Hauptschüler bereits überwiegend durch Absolventen höherer Schulen besetzt werden, macht die Jugendberufshilfe zu einem wichtigen Arbeitsbereich der Jugendsozialarbeit. Zudem nehmen immer weniger Eltern ihre Verantwortung in diesem wichtigen Lebensbereich der Jugendlichen wahr, sie verlassen sich auf die Institutionen (Schule, Agentur für Arbeit, weitere Bildungsträger etc.) die ihre Kinder ins Berufsleben bringen sollen. Deshalb musste mit einigen Schülern beispielsweise erst mal richtiges Benehmen gegenüber vorgesetzten Personen eingeübt werden. Außerdem wurde versucht, die Aufmerksamkeit der entsprechenden Eltern auf die Wichtigkeit des Berufsfindungsprozesses ihrer Kinder durch verschiedene Gespräche auch mit dem Klassenleiter oder dem Schulleiter zu lenken. Des Weiteren musste zum einen viel Motivationsarbeit für die frustrierten Schüler geleistet werden, zum anderen eine effektive Vernetzung mit der Bundesagentur für Arbeit stattfinden.

Ein zusätzliches Bewerbungstraining für die 8. und 9. Klassen wurde regelmäßig von den Schülern sowohl in der Gruppe als auch alleine wahrgenommen. Denn eine gute Bewerbung, wichtige Hinweise für Vorstellungsgespräche, Telefontraining und Tipps für Eignungs- und Auswahltests geben den Schülern die nötige Sicherheit, um im Wettbewerb der wenigen Ausbildungsplätze konkurrenzfähig zu sein.

Unterstützung bei der Berufswahl, Lehrstellen- und Praktikumplatzsuche, Orientierungshilfe bei der Fülle von möglichen Schulen im Anschluss waren zentrale Inhalte.

Grafik über den Verbleib der Hauptschulabsolventen – Stand: Juli 2006

JoA = Jugendliche ohne Ausbildungsplätze sind in der Berufsschule angemeldet und besuchen geförderte Lehrgänge von der Bundesagentur für Arbeit  

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3.7             Soziale Kleingruppenarbeit  

Soziale Kleingruppenarbeit dient der intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen. Die sozialpädagogische Gruppenarbeit verfolgt das Ziel, den Schülern bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten mit gruppenpädagogischen Methoden zu helfen und somit das Sozialverhalten zu fördern.

In diesem Schuljahr stand vor allem das Thema Sozialverhalten im Vordergrund.

So wurde zum Beispiel in einer dritten Klasse zusammen mir der IdE-Lehrerin (Intensivierung der Erziehung) ein Sozialkompetenztraining speziell für Mädchen durchgeführt.

In einer achten Klasse wurde sowohl mit der ganzen Klasse als auch in Kleingruppen das Thema Mobbing gegenüber einer Klassenkameradin thematisiert. Änderung der Sitzordnung, Übernahme der Patenschaft für die Betroffene von einer Mitschülerin, etliche Streitschlichtungen mit verbindlichen Verträgen usw. führten schließlich zur Verbesserung der Gesamtsituation.

Weitere Projekte im Rahmen der Kleingruppenarbeit waren die Ausbildung und Betreuung der Streitschlichter, Betreuung der AG-SMV, ein Klassensprecherseminar, die monatliche Mädchengruppe, der wöchentliche Schulclub, Anleitung des Service-Teams im Schülercafe. Diese Angebote werden im Punkt 4 Projekte/Gruppenarbeit ausführlich beschrieben.

  Grundschulfaschingsball in der Schulturnhalle:  

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3.8             Übergreifende Methodik  

Der Begriff übergreifend bedeutet, dass die Methode nicht nur direkt am Jugendlichen ansetzt, sondern einen größeren Wirkungskreis beschreibt. Als Helferkonferenz findet der sog. Runde Tisch der Sozialarbeit bedarfsbezogen statt. Hier trifft sich ein fester Kern des Lehrerkollegiums mit der Schulleitung und der Sozialpädagogin, sowie im Einzelfall betroffene Lehrer zur Besprechung von Krisen und akuten Themen. Auch die Kooperation mit Fachdiensten und die Teilnahme an Konferenzen, Fachtagungen, Fortbildungen, Arbeitskreisen, Jugendsozialarbeiterteams, Ausschüssen oder Beiräten sind hier anzusiedeln.

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4.                 Projekte / Gruppenarbeit  

Die Projekte Streitschlichter, SMV-Arbeit, sowie das Sozialtraining mit Hausaufgabenbetreuung für schwache und schwierige Schüler (Schulclub) und der Mädchenclub wurden wie im Vorjahr weiter geführt. Als neues Projekt wurde in diesem Schuljahr das Schülercafe eröffnet mit verschiedenen Angeboten.  

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4.1             Streitschlichter  

Das Projekt Streitschlichter ist ein Beitrag zur Gewaltprävention, bei dem sich die Schüler intensiv mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und erfahren, welche gewaltfreien Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten angewandt werden können. Die ausgebildeten Streitschlichter fungieren gegenüber anderen Schülern als Multiplikatoren und sorgen so für ein deutlich entspannteres Schulklima.

Das Projekt der Streitschlichter läuft an der Weldener Volksschule bereits im sechsten Jahr mit großem Erfolg. Die Ausbildung wird überwiegend im Tandem der Jugendsozialarbeiterin und einer Hauptschullehrerin durchgeführt. Auch der IdE-Lehrer brachte sich z.B. beim Videotraining mit ein. In diesem Schuljahr wurden neun Schüler aus der 7. Klasse zu neuen Streitschlichtern ausgebildet. Eine Besonderheit bei der Schlichterausbildung war heuer, dass zwei Schüler aus der dritten Klasse an der Ausbildung erfolgreich teilnahmen. Ihr Einsatzgebiet ist ihre - und die Parallelklasse. Somit konnte das Problemverhalten der Drittklässler sinnvoll kanalisiert werden.  

Streitschlichterausbildungswochenende im Schullandheim Dinkelscherben  

Die Ausbildung dauerte ein ganzes Wochenende und war wieder im Schullandheim Dinkelscherben. Das kompakte und konzentrierte Arbeiten am Wochenende stellte sich als sehr positiv und gemeinschaftsfördernd heraus. Zusätzlich wurde noch an drei Nachmittagen das gelernte Wissen vertieft bis es schließlich zur theoretischen und praktischen Prüfung in der Schule kam. Diese erfolgreiche Streitschlichterausbildung wird voraussichtlich im nächsten Schuljahr wieder angeboten.  

Offizielle Streitschlichtervorstellung und Verabschiedung in der Schulaula

Bei einem offiziellen Festakt wurden die neuen Streitschlichter durch die Schulleitung im ganzen Schulhaus eingeführt mit Übergabe der Streitschlichterurkunden.

Bei dieser Gelegenheit wurde den Streitschlichtern der 9. Klassen für ihre Arbeit als „Friedensboten“ gedankt und sie wurden mit einem kleinen Geschenk aus ihrem Dienst verabschiedet.

Sieben Schüler aus der 8. Klasse und die neun neuausgebildeten Schüler sorgen nun für ein entspanntes Schulklima, sodass insgesamt 16 Schüler als Ansprechpartner im Streitfall zur Verfügung stehen.

Um den freiwilligen Einsatz der beteiligten Schüler zu würdigen, fanden immer wieder Treffen zum gemeinsamen Austausch mit Verpflegung statt. Außerdem wurde weitere Betreuungsarbeit über das ganze Jahr geleistet und auch die bereits „alten“ SchlichterInnen mussten sich einer Qualitätsprüfung unterziehen.  

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4.2             SMV (Schülermitverantwortung)  

In Zusammenarbeit mit einem Hauptschullehrer erfolgte auch wieder in diesem Schuljahr eine fruchtbare Unterstützung und Anleitung der Schülermitverantwortung, was durch die aktive Teilnahme einiger Schüler in der Arbeitsgemeinschaft AG - SMV noch gefördert wurde. Hier steht ein fester Pool von Schülern für alle möglichen Projekte zur Verfügung. Es fanden regelmäßige, wöchentliche Sitzungen mit Schülersprechern und der AG statt.

Folgende Projekte wurden mit der SMV und teilweise mit tatkräftigem Beistand durch den Elternbeirat und deren Vorsitzende in diesem Schuljahr ausgeführt: Eröffnung des langersehnten Schülercafes, Einteilung der verantwortlichen Schüler (Aufsicht und Thekendienst), Mithilfe bei der Änderung der Schulhausordnung, Verkauf von Leberkäsesemmeln in der Pause, Organisation der Faschingsbälle (Grundschule 1-4 und für die 7.-9. Klassen), Schlittschuhlaufen im Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg, sammeln von leeren Druckerpatronen zur Entlastung der Umwelt, die Organisation eines Flohmarktes auf dem Pausenhof, Mitwirkung beim Spielplatzfest in Welden, große Werbeaktion für neue SMV-Mitglieder in der Pause, Tutorengruppen die jüngeren Schülern Nachhilfe geben usw.  

Besonders hervorzuheben war das präventive Engagement der SMV-Gruppe bei der großen kreativen Maiplakataktion gegen Vandalismus in der Freinacht (siehe Punkt 4.6).  

Ein weiteres Highlight war das dreitägige Klassensprecherseminar im Schullandheim Bliensbach bei Wertingen. Hier durften auch die AG-SMV-Mitglieder mitfahren.  

  Klassensprecher- und SMV-AG-Seminar im Schullandheim in Bliensbach:  

Zielsetzung der SMV-Arbeit ist, das Angebot zur positiven Identifikation von Schülern mit Schule, Übernahme von Verantwortung, planen und organisieren lernen, arbeiten im Team, entdecken und ausschöpfen von eigenen Ressourcen und Förderung der Sozialkompetenz zu ermöglichen.  

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4.3             Offenes Nachmittagsangebot: Mädchen-Club  

In diesem Schuljahr wurde wieder der Mädchenclub als offenes Angebot in Zusammenarbeit mit der Jugendpflegerin aus Welden Fr. Strommer durchgeführt. Unter einem offenen Mädchenangebot versteht man, zeitliche Vorgaben von Sozialpädagogen mit unterschiedlichen Aktionen. Alle Mädchen aus den verschiedenen Klassenstufen (10-16 Jahren) und Schulen aus Welden sind dazu eingeladen. Das übergeordnete Ziel ist, ein niederschwelliges Angebot einmal im Monat nur für Mädchen (Genderpädagogik) anzubieten, indem alle die Möglichkeiten bekommen ihre Ängste, Wünsche und Probleme in einer angenehmen Atmosphäre anzusprechen und auszutauschen. Des Weiteren sollen die Mädchen durch sinnvolle Freizeitgestaltungsmöglichkeiten angeregt werden ihre Nachmittage auch selbst zu gestalten. Verschiedene themenbezogene, kreative Bastel- oder Backnachmittage kamen bei den Mädchen besonders gut an. Die Aktionen wurden abwechselnd in der Schule, im Haus der Vereine oder im Freien veranstaltet.

Kuchen- und Muffins backen im Schülercafe mit anschließendem Verkauf im Pausenhof. Der Erlös ging als Spende für die Errichtung eines Skateboardplatzes  an die Jugendpflegerin in Welden.  

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4.4             Schulclub  

Der Schulclub wurde wie im Vorjahr weitergeführt, es besteht immer mehr Nachhilfebedarf bei den Schülern. Was wird mit den Schülern im Schulclub geleistet? Hier wird gemeinsam gelernt, Hausaufgaben gemacht, Schwachstellen trainiert und das Lernen gelernt. Das Gesamtziel ist, die positive Integration von schwachen, auffälligen Schülern in ein leistungsorientiertes Schulsystem mit intensiver Betreuung.

Immer montags sind einige ausgewählte Hauptschüler der 8. Klasse und donnerstags die Grundschüler aus der 3., 4. und die Hauptschüler der 6. Klasse eingeteilt.

Mit Hilfe von Konzentrationsübungen, Gedächtnistraining und verschiedenen Spielen wird nicht nur die Leistungsbereitschaft gefördert sondern auch die Teamfähigkeit und das Sozialverhalten der Schüler.  

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4.5             Schülercafe  

Am 02. Februar dieses Jahres wurde das langersehnte Projekt Schülercafe für die Schüler der Volksschule Welden endlich Realität. An diesem Tag war die große Einweihungsfeier an der alle Klassen abwechselnd teilnehmen durften. Nach jahrelanger Vorarbeit schaffte die Schülermitverantwortung unter der Leitung von Hr. Lutz und Fr. Fischer die Verwirklichung des Projekts. Großer Dank gilt hier besonders der tatkräftigen Unterstützung der Elternbeirats-vorsitzenden Fr. Buchhart und allen die durch Spenden oder Mithilfe dazu beigetragen haben den Raum für die Schüler attraktiv zu gestalten.  

Die SMV-AG hat ein Schülercafe-Konzept erstellt und einen Belegungsplan für die Benutzung durch die einzelnen Klassen. Ebenso wurde ein Service-Team von engagierten Schülern zusammengestellt, die abwechselnd im Schülercafe bedienen und auf die Einhaltung der Regeln achten. Verschiedene Aufgaben wurden verteilt z.B. Kassenwart, Essens- und Getränkeüberwachung.

Das Schülercafe hat täglich in den Pausen geöffnet und über Mittag an den Tagen an dem Nachmittagsunterricht stattfindet. In den Pausen wird der Raum sehr häufig frequentiert an den Nachmittagen vor allem wenn besondere Aktionen der Schulsozialarbeiterin angeboten werden, beispielsweise gemeinsam Spaghetti kochen und essen….  

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4.6             Präventionsarbeit  

Besonders hervorzuheben ist die wie auch im Vorjahr erfolgreiche präventiv-kreative Plakataktion der AG-SMV zur Vermeidung von Vandalismus in der Freinacht zum 1.Mai. Schüler wollten mit ihren selbstgestalteten Plakaten zum Nachdenken anregen und ein friedliches Maifest und alte Traditionen, wie das Aufstellen von „Moiala“ wiederbeleben. Dies ist ihnen mit diesem Beitrag auch sehr gut gelungen. Ganz Welden blieb von mutwilliger Zerstörung verschont und hatte ein schönes Fest.  

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5.                 Kooperation / Vernetzung  

Grundsätzlich ist zur Erreichung verschiedener Ziele eine enge Vernetzung und Kooperation mit den notwendigen Partnern wichtig. Zu unterscheiden sind hier die Vernetzung innerhalb des Schulrahmens und die Kooperation mit Stellen im weiteren Umfeld der Schule.

Schulinterne Vernetzungs- und Kooperationspartner:

-                     Schulleiter
-                     Lehrer / Beratungslehrer / Vertrauenslehrer / IdeE-Lehrer
-                     Schüler / SMV / Schülersprecher / Klassensprecher
-                     Eltern
-                     Elternbeirat / Elternbeiratsvorsitzende
-                     Mittagsbetreuung
-                     Hausmeister / Sekretariat / Reinigungskräfte

 

Schulinterne Konferenzen / Arbeitskreise / Beiräte:

-                    
Lehrerkonferenzen
-                     Runder Tisch Sozialarbeit
-                     Projektbeirat
-                     Schulverbandssitzung
-                     Schulinterne Fortbildungen

 

Schulexterne Vernetzungs- und Kooperationspartner:

-                    
Amt für Jugend und Familie / Landratsamt
-                     Gemeinde / Bürgermeister / Jugendpflege / Jugendbeirat
-                     Träger: Katholische Jugendfürsorge
-                     Beratungsstellen / Psychologen / Psychiater / Ärzte
-                     Erziehungsbeistände / Sozialpädagogische Familienhilfe
-                     Arbeitsagentur / Berufsberatung
-                     Kindergarten
-                     Mobiler Sonderpädagogischer Dienst
-                     Kollegen an anderen Schulen
-                     Andere Schulen / Berufsschulen / Bildungsträger
-                     Jugendfreizeiteinrichtungen
-                     Firmen
-                     Kreisjugendring
-                     Ortsansässige Vereine
-                     Öffentlichkeitsarbeit, Pressevertreter, Dokumentationen, Jahresberichte

 

Schulexterne Konferenzen / Arbeitskreise / Beiräte:

-                     Sitz im Jugendbeirat Welden
-                     Jungbürgerversammlung Welden
-                     Team Jugendsozialarbeit: alle Jugendsozialarbeiter 
            der KJF an Volksschulen im Landkreis
-                     Runder Tisch „Hilfen für junge Familien in Welden“
-                     Runder Tisch: Vandalismus in Welden und Präventionsmaßnahmen
-                     Jugendhilfeausschuss
-                     Mitarbeiterversammlungen

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6.                 Statistik  

Die Statistik gibt in folgenden Tabellen einen Überblick der Gesamtzahlen von Schülern und Lehrern an der Volksschule Welden, die Quantität der geleisteten Einzelfallhilfen, die durchgeführten Projekte und ihre Teilnehmerzahlen sowie die Anzahl der Schulabgänger und ihr weiterer Verbleib.

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6.1             Gesamtanzahl von Schülern und Lehrern  

Schülerzahl insgesamt

Hauptschüler 

Grundschüler  

363     davon

198

165

Lehrerzahl insgesamt

Klassenlehrer 

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26    davon

17

 

6.2             Anzahl der Einzelfallhilfen  

Gesamtanzahl der betreuten Schüler             116  

Beratungs- / Betreuungsintensität

Intensive Betreuung (ab 5 Kontakten)                   23

Begleitende Beratung (bis 5 Kontakte)                  35

Einmalige Beratung (1-2 Kontakte)                        58

Beratungsgespräche insgesamt                      332  

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6.3      Projekte: Anzahl der Projekte und Teilnehmerzahlen  

Projektanzahl                                                        06  

Streitschlichter insgesamt                                  24    davon

9. Klasse (verabschiedet)                                        6

8. Klasse                                                                   7

7. Klasse (neu ausgebildet)                                      9

3. Klasse                                                                   2

SMV insgesamt                                                      44    davon

Schülersprecher                                                        3

Klassensprecher                                                      26

AG-SMV                                                                    15

Mädchenclub  insgesamt                                      15   davon

Hauptschülerinnen                                                    10

Schülerinnen aus Welden                                           5

Schülercafe insgesamt                                         124     davon

5. Klasse                                                                    11

6. Klasse                                                                    10

7. Klasse                                                                    22

8. Klasse                                                                    40

9. Klasse                                                                    41

Schulclub insgesamt                                                 9     davon

Hauptschüler                                                                7

Grundschüler                                                                2

Jugendberufshilfe                                                  252   davon

Einzelbetreuung                                                          21

Bewerbungstraining                                                    16

Berufsberatung an der Schule                                    51

Elterngespräche                                                         10

Informationsveranstaltung 8. Klassen                       44

Vorbereitung auf Eignungstests                                   4

Telefontraining                                                              7

Erstellen von Bewerbungsunterlagen                          7

Neuerstellung des Lebenslaufs                                   2

Adressenvermittlung                                                  15

Lehrstellenakquise                                                     75

In Projekten betreute Schüler                             468  

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6.4      Schulabgänger und Verbleib  

Schulabgänger insgesamt                                     42

9. Klasse                                                                    41

8. Klasse                                                                      1

Teilnahme am QA                                                    37

9. Klasse HS Welden                                                34

davon bestandener QA                                              25

nicht am QA teilgenommen                                         7

QA nicht bestanden                                                     9

Weiterer Verbleib (vgl. Kreisdiagramm in Punkt 3.6):  

Lehrstelle                                                                 21  

Schulische Maßnahme                                           13  

(Wirtschaftsschulen, M 10, Fachschulen, BVJ, EQJ)

JOA (Jugendliche ohne Ausbildungsplätze)      4

(sind in der Berufsschule in Neusäß angemeldet und besuchen geförderte Lehrgänge vom Arbeitsamt)

Momentan noch unklar                                             4

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7.                 Fortbildungen

Fortbildungen sind besonders im Bereich der Schulsozialarbeit zu empfehlen, da der Jugendsozialarbeiter als Ansprechpartner für alle und für jedes Problem aufgesucht wird. Um ein professionelles Handeln zu gewährleisten müssen verschiedene Themen anhand von Fortbildungen, Tagungen und Fachvorträgen bearbeitet werden.

In diesem Schuljahr wurden von mir einige Fortbildungen sowohl schulintern als auch innerhalb des Trägers wahrgenommen. Schulinterne Fortbildungen waren zum einen eine Einführung in das Improvisationstheater, welche wertvolle Tipps im spielerischen Umgang mit Gruppen darbot. Zum anderen ein Vortrag zum Thema Jungenpädagogik, welcher anschaulich die Problematik der Jungen in der Pubertät und deren erzieherische Grenzen veranschaulichte. Bei einer externen Lehrerfortbildung zum Thema: „Streitschlichtung auf der Durststrecke - was nun?“ konnten interessante Inputs für die Streitschlichterausbildung gesammelt werden.  

Eine vom Träger aus sehr wichtige und gute drei Tagesfortbildung zum Thema: „Arbeit mit psychischen Erkrankungen in der Familie“ doziert von Fr. Dr. Gammer brachte neue fachliche Erkenntnisse und Handlungsstrategien im Bereich der systemischen Familienarbeit mit psychisch kranken Menschen. Die Wahrnehmung für psychisch auffällige Kinder und Jugendliche oder deren Eltern wurde geschärft und ein Verständnis für familiär ablaufende Prozesse geschaffen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit mit dieser schwierigen Zielgruppe und eine behutsame, einfühlsame Übergabe an Fachpersonal z.B. Jugendpsychiatrie ist für alle Beteiligen notwendig.

Eine KJF - Fachtagung zum Thema: Ganztagsbetreuung bot den Mitarbeitern einen gegenseitigen fachlichen Austausch mit Vorstellung der jeweiligen Nachmittagsprojekte. Hier stellte ich das Konzept des Schulclubs an der VS-Welden vor.

Weiterhin wurden von mir Fachvorträge zum Thema Mädchenarbeit, Gewaltprävention und Deeskalation besucht.

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8.                 Ausblick  

Nachdem an der Volkschule in Welden bereits vier Jahre lang erfolgreich Jugendsozialarbeit praktiziert wurde, ist es umso erfreulicher, dass dieses sinnvolle Projekt auf ein weiteres Schuljahre verlängert und finanziert wird.

Nun können neubegonnene Projekte weiter ausgebaut und etabliert werden, wie beispielsweise eine intensiviere Betreuung des Schülercafes. In diesem Bereich werden sich voraussichtlich im nächsten Schuljahr auch der Elternbeirat und eventuell Mitglieder des Musikvereins ehrenamtlich engagieren.

Darüber hinaus sollen weitere präventive Angebote und Veranstaltungen zur Vermeidung von Vandalismus in Welden in Kooperation mit der Jugendpflegerin angeboten werden.

Außerdem soll die Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat weiterhin zum Wohle aller vorangetrieben werden und auch Angebote für interessierte Eltern zu verschiedenen Themen initiiert werden.

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